Junge Liberale Thüringen beschließen Kernforderungen zur Bundestagswahl

Die Jungen Liberalen Thüringen e.V. (JuLis) veranstalteten am vergangenen Samstag ihren 55. Landeskongress im JEMBO PARK in Jena.

Unter dem Motto “Fortschritt, Mut, Zukunft – Zeit für eine neue Richtung” beschlossen die Thüringer JuLis ihre   Kernforderungen zur Bundestagswahl.

„Während sich die Gesellschaft in vielen Bereichen rasant durch Digitalisierung, weltweite Vernetzung und grenzübergreifende Mobilität weiterentwickelt, wird die Zukunft Deutschlands immer mehr verschlafen durch einen Mangel an Entscheidungskraft und bürokratische Fortschrittsbremsen, welche die Menschen immer mehr entmündigen und bevormunden will. In vielen Gesellschaftsbereichen läuft Deutschland den Fortschritten hinterher und verschläft gleichzeitig die Trends der Zukunft, wie etwa das digitale Klassenzimmer, papierlose Verwaltung und eine innovative Start-Up-Mentalität.“, kritisiert der Landesvorsitzende Patrick Frisch den gegenwärtigen Stillstand.

Vor allem bei dem wichtigen Zukunftsthema Existenzgründung und Unternehmensnachfolge beklagt die Jugendorganisation schlechte Rahmenbedingungen für neue Ideen und wirtschaftliche Betätigungen, sei es durch den fehlenden flächendeckenden Ausbau von digitaler Infrastruktur im Glasfaser- und Mobilfunkbereich oder den wachsenden Bürokratismus, mit dem Existenzgründungen bereits am Start ausgebremst werden.

“Zum Gründen ist man nie zu jung! Doch dafür müssen wir bürokratische Start- und Entwicklungshemmnisse abbauen sowie finanzielle Investitions-  und Wachstumspotenziale schaffen. Gründer sollten ihre Energie auf die Entwicklung ihres Geschäfts verwenden können. Daher sehen die Jungen Liberalen Thüringen neben der Etablierung eines Venture Capital Gesetzes das steuer- und bürokratiefreie erste Jahr für Erst- und Junggründer als wichtig für eine erfolgreiche Neugründung an.”, sagt der frisch gewählte Landespressesprecher Karl Vorwerg, damit sich gerade junge und unerfahrene Unternehmer zuerst auf die erfolgreiche Umsetzung ihrer Idee konzentrieren können.

In weiteren Beschlussfassungen hat sich die FDP-Jugendorganisation u.a. dafür ausgesprochen das Thüringer Hochschulgesetz dahingehend zu ändern zukünftig den thüringischen Hochschulen in eigenverantwortlicher Entscheidung es zu ermöglichen, einen Rechtsformwechsel zu Stiftungsuniversitäten bzw. Stiftungshochschulen durchzuführen. Die geplante Einführung zum Zwang qualifizierter Atteste zum Nachweis der Prüfungsunfähigkeit für Studierende lehnen die Thüringer JuLis entschieden ab.