„Ehe für alle” allein reicht nicht aus. Für einen Freistaat in Freiheit und Vielfalt“

Anlässlich des am 26. August 2017 stattfindenden Erfurter Christopher Street Days fordern die Freien Demokraten Thüringen gemeinsam mit den Jungen Liberalen Thüringen mehr Respekt und Toleranz für individuelle Lebensentwürfe sowie die komplette gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung von Menschen aller sexuellen Identitäten.

„Wir begrüßen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich, dieser Schritt war längst überfällig. Die gesellschaftlichen Realitäten waren der Politik dabei wieder einmal um Meilensteine voraus. Nun muss eine rasche Umsetzung erfolgen, damit Regenbogenfamilien endlich einen fairen und diskriminierungsfreien Rechtsrahmen vorfinden. Dazu gehört neben dem vollen Adoptionsrecht für uns auch der freie Zugang zu den Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin. Denn das Kindeswohl hängt von der Liebe der Eltern ab, nicht von der Art der Zeugung.“, so der Sprecher für Gleichstellungspolitik der Thüringer FDP, Jan Siegemund.

„Für uns Junge Liberale ist klar, dass in einer wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich immer enger vernetzten Welt jeder das Recht hat, sein Leben in individueller Freiheit nach eigenen Vorstellungen zu führen. Gleichzeitig sollten wir jedem Menschen auch gesetzlich die Chance eröffnen, Regisseur über den eigenen Lebensweg zu sein.“, fordert der JuLis-Landesvorsitzende Patrick Frisch.

Die Blutspenderichtlinien bspw. wurden zwar leicht aufgelockert, sind aber immer noch diskriminierend. So fordern FDP und JuLis nach wie vor die komplette Aufhebung des Spendeverbots für homo- und bisexuelle Männer.

Auch die Thüringer Landesregierung sehen die beiden Liberalen in der Pflicht: „Thüringen gehört nicht zu den Vorzeigeschülern in Sachen Gleichstellung. Die Konsequenz daraus ist, dass viele junge homosexuelle Menschen dem Freistaat inzwischen den Rücken gekehrt haben und ihr Glück in Städten wie Berlin, Köln oder auch Leipzig suchen. Wir wollen einen Freistaat in Freiheit und Vielfalt, indem sich junge Menschen aller sexuellen Orientierungen selbstbestimmt wohlfühlen und sich niemand wegen seiner Gefühle verstecken muss.“, so Patrick Frisch mit Blick auf den Wegzug junger Menschen aus Thüringen.

Den CSD, der an den ersten Aufstand von Homosexuellen am 28. Juni 1969 in New York erinnert, nutzen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender traditionell, um für ihre Rechte und gegen Ausgrenzung zu demonstrieren. Auf dem Straßenfest der Erfurter Version des CSD, welche am 26. August 2017 in der Zeit von 14:00 bis 21:00 Uhr auf dem Erfurter Anger stattfindet, präsentieren sich die Freien Demokraten und die Jungen Liberalen mit einem gemeinsamen Stand, um über ihre gleichstellungspolitischen Ziele zu informieren. „Mit unserer gemeinsamen Teilnahme von FDP und Jungen Liberalen am Erfurter CSD zeigen wir, dass die Themen der Gleichstellung von Menschen mit vielfältigen sexuellen Identitäten bei Liberalen allen Alters einen hohen Stellenwert besitzen.“, erklärt Siegemund abschließend.

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